Praktische Reiseinformationen

Þykkvibær, Südisland ReittourLAND UND LEUTE

Mit 320000 Einwohnernauf einer Gesamtfläche von 103000km2 ist Island eines der am dünnsten besiedelten Länder der Welt. Knapp zwei Drittel der Bevölkerung lebt im Grossraum der Hauptstadt Reykjavík, die sich auf Grund des anhaltenden Zustromes ständig weiter ausdehnt. Die zweitgrösste Stadt ist Akureyri im Norden mit 15000 Einwohnern. Das Land verfügt übereine gute Infrastruktur und die Nachkommen der Wikinger leben heute in einer der modernsten Gesellschaften Europas.

 

TRADITIONEN UND SPRACHE

Beides wird in Island auch heute noch intensiv gepflegt.Auf die Tatsache, dass die isländische Sprache sich im Laufe der elf Jahrhunderte seit der Ansiedlung kaum verändert hat, ist man sehr stolz. Die meisten Isländer sprechen Englisch, viele auch Deutsch, so dass Sie während Ihrer Reise keine Kommunikationsprobleme haben werden.

 

wandern island 4MENTALITÄT

Die Isländer sind unkompliziert, ausgeglichen, weltoffen und sehr hilfsbereit. Sie sind freiheitsliebend und scheuen sich nicht, ihre Unabhängigkeit zu verteidigen. Das Vorausplanen kennen sie nicht. Es wird einfach lockerer und gelassener gelebt und nicht alles bis ins Detail durchdacht. So gibt es auch den Spruch „þetta reddast” zu deutsch “das klappt dann schon”, der oft eingesetzt wird. Pünktlichkeit ist nicht ihre Stärke.

 

 

KLIMA UND NATUR

Anders, als es seinenördliche Lage vermuten lässt, erfreut sich Island dank des warmen Golfstromes eines gemässigten Klimas. Die Winter sind vergleichsweise mild (Durchschnittstemperatur in Reykjavík –5 bis +5 °C, im Hochland –20 bis +5 °C) und die Sommer mit durchschnittlich +12 bis +14 °C eher kühl. Typisch für Island ist, dass sich die Wetterlage sehr rasch verändern kann und auch grössere Temperaturschwankungen auftreten. Klimabedingt ist die Wachstumsperiode der Pflanzen auf Island sehr kurz. Sie bringt eine bezaubernde, aber auch empfindliche Vegetation hervor, die es zu bewahren gilt.

 

BESTE REISEZEIT

Island ist ganzjährig bereisbar. Jede Jahreszeit übt ihren Reiz aus. Die beste Zeit, gerade für „Island-Einsteiger“, sind die wärmeren Monate von Mai bis September. Island-Erfahrene“ schätzen aber nicht minder die Besonderheiten der Nebensaison – Nordlichter, gefrorene Wasserfälle, schneeverhüllte Lavalandschaften…

 

 

Isländisches RezeptHOTELSTANDARD

Ausser den Städten Reykjavík und Akureyri gibt es in Island nur kleinere Orte und das Angebot an Unterkünften auf dem Lande ist begrenzt. Vorwiegend werden Hotels, Gästehäuser, Farmunterkünfte sowie Sommerhotels (im Winter Schulinternate) angeboten. Im Allgemeinen ist der Hotelstandard relativ gut, kann aber in Einzelfällen vom europäischen Standard abweichen.

 

KLEIDUNG UND AUSRÜSTUNG

«Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung » pflegen die Isländer zu sagen. T-Shirts, Fleecejacke und eine wind- und regenabweisende leichtere Jacke sollten Sie auch im Sommer einpacken. Badesachen sind für jede Islandreise unentbehrlich, denn über das ganze Land verteilt, gibt es eine Vielzahl von Thermalbädern, die für Entspannung sorgen. Besonders besuchenswert sind die Blaue Lagune in der Nähe von Reykjavík und das neuere Nature Bath am Mývatn-See im Norden.

 

EINREISE

Um die Einreise zu erleichtern, hat Island das Schengener Abkommen unterzeichnet. Es reicht der gültige Reisepass oder eine Identitätskarte, bzw. ein Personalausweis, welcher nach dem geplanten Abreisetag noch mindestens drei Monate gültig sein muss.

 

HOCHLAND

Die wilde Landschaft im Landesinnern aus Gletschern, Lavawüsten und Vulkanen übt eine magische Anziehungskraft aus. Hier wartet das grosse „Island-Abenteuer“. Im Hochland kann nur gezeltet oder in unbewirtschafteten Berghütten übernachtet werden. Die Hochlandpisten sind nur mit 4×4 Geländefahrzeugen befahrbar. Diese Strassen sind meist erst ab Ende Juni bis Ende August geöffnet. Schnee oder grosse Wassermengen in Flüssen verunmöglichen das Befahren ausserhalb der Sommermonate. Die aktuellen Strassenzustände finden Sie auch in Englisch auf www.vegagerdin.is

 

reykjavikWÄHRUNG

Die isländische Währung istdie «Króna». Der Wechselkurs ist zur Zeit instabil und liegt bei 1:130 (Stand November 2012). Es empfiehlt sich, Geld erst vor Ort umzutauschen. Bei der Ankunft stehen hierfür im Flughafen eine Bankfiliale und eine Wechselstube zur Verfügung. Geldautomaten, an denen man mit der EC-Karte Geld abheben kann, sind inzwischen weit verbreitet. Kreditkarten, besonders Mastercard und Visa (vierstelliger PIN-Code), werden in den meisten Einrichtungen wie Hotels, Restaurants, Autovermietungen und Geschäften akzeptiert.

 

TELEFONIEREN

Direktwahl innerhalb Islands ist überall möglich. Münzen- und Kartentelefone gibt es an vielen Orten. Mobiltelefone können in Island problemlos benutzt werden (ausser im Hochland). Die Landesvorwahl ist 00 354, dann folgt eine siebenstellige Nummer. Wer viel nach Hause telefoniert, kann beim Kauf einer isländischen SIM-Karte Geld sparen.

 

ELEKTRIZITÄT

Die elektrische Spannung in Island beträgt 220 V, 50 HZ. Adapter sind nur für 3-polige Stecker nötig. Bitte beachten Sie, dass es in den Hochlandhütten normalerweise keinen Stromanschluss gibt.

 

FEIERTAGE

Ausser den in Europa bekannten evangelischen Feiertagen gibt es in Island zwei zusätzliche Feiertage: den Nationalfeiertag am 17. Juni sowie den Handelsfeiertag, der immer auf das erste Wochenende inkl. Montag im August fällt.

 

FOTOGRAFIEREN

Island ist dank faszinierender Landschaft und durch die sich ständig ändernden Lichtverhältnisse ein wahres Paradies für alle (Hobby-) Fotografen. Decken Sie sich mit genügend Filmmaterial ein, das in Island nur zu höheren Preisen erworben werden kann. Ersatzbatterien oder –akku nicht vergessen.

 

GUTEN APPETIT!

Die typisch isländische Küche besteht aus vielen Fisch- und Lammfleischgerichten. Auf allen unseren Reisen wird landesübliche Kost serviert und in den meisten Hotels gibt es ein Frühstücksbuffet. Besonders in Reykjavík befinden sich auch viele Restaurants, die internationale Küche anbieten.

 

Nordlichter IslandsVULKAN

Island ist eine aktive Vulkaninsel. Der Ausbruch des Eyjafjallajökulls im Frühling 2010 hat uns dies erneut verdeutlicht. Im Gegensatz zu uns „Festlandeuropäern“ leben die Isländer seit Besiedlung der Inseln mit den Vulkanen und wissen auch damit zu leben. Die Kräfte der Natur und deren Unberechenbarkeiten sind Teile des isländischen Lebens und die Isländer begegnen ihnen mit Gelassenheit und Ruhe. So war beim Eyjafjallajökull, entgegen dem Eindruck, den die Medien hier verbreiteten, nur ein sehr, sehr kleines Gebiet in Südisland betroffen und 99% der Isländer waren nicht beeinträchtigt. Auch konnte Island immer angeflogen werden – sei es auf dem internationalen Flughafen in Keflavík oder auf denjenigen von Akureyri im Norden oder Egilsstaðir im Osten. Unsere Kunden waren jederzeit bestens betreut – nötige Flugumbuchungen oder Änderung der Reiseroute und Übernachtungen wurden durch uns vorgenommen. Konnte die Reise infolge des Vulkans gar nicht angetreten werden, waren die Leistungsträger in Island sehr kulant mit den Annullierungskosten. Wer den Vulkansausbruch in natura gesehen hat, war sich einig, dass sich die Reise nach Island mehr als gelohnt hat. Der Ausbruch des Eyjafjallajökulls war ein einmaliges Naturschauspiel, das von einem auf den anderen Tag begann und ebenso rasch auch wieder aufhörte. Island – Natur pur!

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