Hvammstangi & Halbinsel Vatnsnes

Gauksmýri

Der Hof Gauksmýri liegt im Línakra-Tal in der Region West-Húnaþing. Er liegt auf der Hälfte der Strecke von Reykjavík (194 km) nach Akureyri (194 km) an der Ringstrasse Nr. 1 Islands. Die nächstgelegenen grösseren Orte sind Laugarbakki (7 km) und Hvammstangi (10 km).
Das Línakra-Tal ist südlich der Halbinsel Vatnsnes gelegen. Im Norden befindet sich die Gipfel des Vatnsnes-Bergs, im Süden die der Berge Reykjabunga und Bessaborg. Das Línakra-Tal (isländisch: Línakradalur) ist reich an Gras- und Sumpflandschaft. Sein Name bedeutet „Leinen-Acker-Tal“, weil hier früher Leinen angebaut wurden.
Gauksmýri liegt inmitten von naturbelassenen Wiesen, die sich im Winter in glitzernde Schneeflächen verwandeln. Gauksmýri besteht aus getrennten Gebäuden und war früher ein Doppel-Hof, der aus zwei getrennten Haushalten bestand. Der See “Gauksmýrartjörn” liegt ein Stück südlich der isländischen Hauptstrasse, auf dem Weg nach Norden. Um das Jahr 1960 wurde das Gewässer trocken gelegt, um dort fruchtbares Marschland zu erhalten. Heute ist sein Bett aber wieder geflutet, was grösstenteils dem Einsatz der Landeigentümer, in Kooperation mit dem Umwelt- und Landwirtschaftsministerium, zu verdanken ist. Für die Renaturierung mussten Dämme gebaut und viel Erde bewegt werden – mit Erfolg. Kleine Holminseln wurden im Seebett konstruiert. Diese sind besonders wichtig für die Ansiedlung vieler Vogelarten. 35 davon wurden am Gauksmýrartjörn bereits registriert: z.B. Odinswassertreter, Singschwan- und Sterntaucher-Pärchen, Reiherenten, Uferschnepfen, Stock-, Pfeif- und Krickenten. Gleich im ersten Sommer brütete ein Paar der seltenen Ohrentaucher am See, 2004 waren es schon 5 Paare, und es kamen Küken dazu.
Das Vogelbeobachtungshaus mit Fernglas und Vogel-Büchern bietet Naturfreunden vielfältige Möglichkeiten. Dorthin führt ein hölzerner Steg, der auch für Rollstuhlfahrer bequem zu befahren ist. Dieser Gehweg wurde in Zusammenarbeit mit dem Tourismusverband der Region geschaffen. Es muss wohl nicht extra gesagt werden, dass der paradiesische See viele Touristen anzieht.
Die Hofeigentümer von Gauksmýri sind sehr engagiert in Projekten der Wiederaufforstung. Im Frühjahr 2002 begannen Sie mit der Rand-Bepflanzung der Zufahrtstraße und der Reitwege in Hofnähe, die mittlerweile gut gediehen ist. Die Auswahl der Gewächse sowie die Bestimmung der zu bepflanzenden Flächen mussten im Voraus bis ins Detail geplant werden. Die Hofzufahrt wurde mit schwarzen Johannisbeersträuchern begrünt, die nicht nur der Optik dienen, sondern auch viele Vögel anziehen. Rund um den Hof wachsen jetzt ausserdem verschiedene Baumarten wie Birke und Lerche. Oberhalb Gauksmýris sollen am Hang entlang 50 Hektar Waldland entstehen. Damit wurde im Herbst 2004 begonnen, indem ca. 4000 Birken und Lärchen dort in die Erde gesetzt wurden.

 

Hindisvík

Verlassener Hof auf Vatnsnes an der gleichnamigen Bucht. Gute Aussicht über den Meerbusen nach Strandir im Nordwesten. Hier lebte der Pfarrer nach Dichter Sigurður Norland. Auf seine Anweisung wurde die Jagd auf Seehunde in der Bucht verboten. Auf den Schären vor der Bucht sonnen sich Seehunde in grosser Zahl. Etwas östlicher, in der Bucht Strandvík, strandete die Brigg Valborg am 12. Oktober 1869 bei einem Sturm.

 

Hvítserkur

15 m hoher Basaltfelsen im Meer zwischen den Höfen Ósar und Síluvellir. Drei durch die Brandung geschaffene Löcher geben dem Felsen das Aussehen eines Ungeheuers auf drei Beinen. Nistplatz von Dreizehenmöwen und Eissturmvögeln.

 

Vatnsnes

Halbinsel zwischen Miðfjörður und Húnafjörður mit dem Gebirgszug Vatnsnesfjall, dessen höchster Gipfel Þrælsfell mit 906 m ü. M. liegt.

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