Ostisland

Djúpivogur

Die Landgemeinde Djúpivogur (isl. Djúpavogshreppur) mit 454 Einwohnern (2009) liegt in der Region Austurland. Sie wurde am 1. Oktober 1992 durch den Zusammenschluss der Landgemeinden Berunes (Beruneshreppur), Búland (Búlandshreppur) und Geithellur (Geithellnahreppur) gebildet. Innerhalb des Gemeindegebiets liegt der Gletscher Þrándarjökull. Die Küstenlinie wird von drei Fjorden eingeschnitten (von Nord nach Süd): Berufjörður, Hamarsfjörður und Álftafjörður. Die Einwohner leben vom Fischfang und vom Fremdenverkehr. Das Dorf mit seinen bunten Häusern, darunter das alte rotfarbene Handelshaus Langabúð, gilt als eines der schönsten Islands. Der Fjord reicht etwa 20 km ins Land. Um ihn herum führt die Ringstrasse. Im inneren Ende beginnt die Öxi-Piste, die zwar die Weglänge nach Egilsstaðir verkürzt, aber doch anstrengend zu Fahren ist (nur mit 4×4-Fahrzeug).
Vor dem Ort liegt die Insel Papey. Diese war bis 1966 bewohnt. Heute gibt es noch ein Wohnhaus, einen Leuchtturm und eine Kirche auf der Insel. Den Namen erhielt Papey von irischen Einsiedlermönchen (Papar), die angeblich hier vor der Ankunft der Wikingersiedler im 9. und 10. Jahrhundert ansässig gewesen sein sollten.
Wie der grossteil der Regionen Islands war auch Djúpivogur von Bevölkerungsverlust betroffen. So betrug 1997 bis 2005 der Bevölkerungsrückgang 15 %. Inzwischen nimmt die Bevölkerung wieder zu.

 

Egilsstaðir

Egilsstaðir ist die zweitgrösste Stadt im Osten Islands. Es gibt unter anderem ein Versorgungszentrum, ein Krankenhaus, ein Freibad, eine Dampferanlegestelle am See, Hotels von der Luxusklasse bis zur Touristenunterkunft, mehrere Sportplätze, ein grosses Informationszentrum und einen Wohnwagen- und Zeltplatz.
Bei Egilsstaðir liegt der langgestreckte See Lagarfljót (auch Lögurinn genannt / 40 km lang, 2 km breit, 112 m tief). In ihm lebt nach der Volkslegende der Lagarfljóts-Wurm, Islands Nessie. In der Nähe der Stadt liegt Islands grösster Wald Hallormsstaðarskógur. Er ging aus einer Baumschule für Wiederaufforstungsversuche vom Anfang des 20. Jahrhunderts hervor. Wiederaufforstungs-programme findet man in der ganzen Umgebung, vgl. z.B. Eyjolfsstaðurskógar. Die Wälder und Wäldchen sind oft sehr gut mit Wanderwegen erschlossen und deren Verlauf ist auf Karten eingezeichnet, die umsonst zu erhalten sind. Die Stadt selbst ist ebenfalls mit vielen Bäumen und anderen grösseren Gewächsen durchsetzt.
Der lokale Flughafen ist gleichzeitig der Ausweichlandeplatz für Islands internationalen Flughafen Keflavík. In der Nähe von Egilsstaðir befindet sich der zweite Langwellenrundfunksender des isländischen Rundfunks. Er sendet auf der Frequenz 207 KHz mit einer Sendeleistung von 100 kW und verwendet als Sendeantenne eine Rundstrahlantenne in Form eines 220 Meter hohen, gegen Erde isolierten selbststrahlenden Sendemasten.

 

Hengifoss

Mit 118m der dritthöchste Wasserfall des Landes in dem kleinen Fluss Hingifossá. Faszinierender Hintergrund, in welchem sich rote und braune Sedimentstreifen mit dunklen Lavaschichten abwechseln. Eindrucksvolle Schlucht. Etwas flussabwärts ein weiterer reizvoller Wasserfall, Litlanesfoss, mit aussergewöhnlich schönen Basaltsäulenformationen.

 

Seyðisfjörður

Seyðisfjörður ist ein Ort im Osten Islands. Sie liegt am Ende des gleichnamigen Fjords. Der Name heisst übersetzt Schafsfjord. Seyðisfjörður hat 171 Einwohner (Dezember 2009) und ist der Hafen der einzigen Autofähre Norröna, die Island mit den Färöern Inseln und weiter mit Dänemark, Norwegen und den Shetland-Inseln (zu Schottland gehörig) verbindet.
Die Passstrasse über die Hochebene Fjarðarheiði führt in die nächste Stadt Egilsstaðir und zum Hringvegur (Nationalstrasse 1). Hier endete das erste Unterseetelefonkabel. Der Fjord war zudem im Zweiten Weltkrieg ein Marinestützpunkt der Alliierten. Der Ort war der erste voll elektrifizierte in Island. Deshalb gibt es in ihr auch ein Elektrizitätsmuseum. Wie inzwischen die meisten Gebiete Islands (ausser dem Südwesten rund um die Hauptstadt Reykjavík) ist auch Seyðisfjörður vom Bevölkerungsverlust betroffen. Von 1997 bis 2004 betrug der Bevölkerungsrückgang 11 %. Nach einem leichten Anstieg (2004 bis 2005: + 2,4 %) sank die Einwohnerzahl 2006 überraschend wieder. Hervorgerufen wurde dies allein durch das Auswandern einer Grossfamilie nach Neuseeland.

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