Aðalstræti
Ist die älteste Strasse in Reykjavík. Es wird vermutet, dass der Siedlungshof von Ingólfur Anrarson am heutigen Südende der Strasse gestanden hatte. Die frühere Hauptstrasse, von Reykjavík führte direkt zum Meer. Hier hatten die führenden Persönlichkeiten der Stadt Ihren Sitz. Der älteste Brunnen der Stadt, Ingólfsbrunnur, befand sich vor dem Haus, Aðalstræti 9.
Árbær
Árbær ist eines der Freilichtmusen in Island. Früher war dieser Bauernhof noch eine Reitetappe von Reykjavík entfernt. Heute liegt er innerhalb der Stadtgrenzen. In dem Areal sind etwa 30 historische Gebäude aus der Hauptstadt und anderen Landesteilen wieder aufgebaut. Häufig zeigen dort Handwerker im Rentenalter ihre Kunst, wie Goldschmiede, Drucker und Fischer. Eine Grassodenkirche wird auch heute noch gelegentlich für Hochzeiten benutzt. In einem anderen Haus mit einer Druckerwerkstatt wird die einzige Druckerpresse gezeigt, mit der in Island jemals selber Geld gedruckt wurde (in den Wirren des 2. Weltkriegs). Man kann sich auch die einzige Lokomotive Islands und die Planungen von Eisenbahnlinien ansehen. Auf dem Museumsgelände gibt es ein Cafe.
Hafen
Der Hafen von Reykjavík wurde 1913 ausgebaut. Erst 1915 konnte das erste Schiff an den Hafenpieren anlegen. Früher mussten die grösseren Schiffe in der Bucht ankern und Ihre Waren von kleinen Booten bringen lassen. Viele kleine Warenlager in Hafnarstræti hatten eigene kleine Anleger. Für den Hafenbau wurden Schienen zu den Steinbrüchen bei Skólavörðustíg und Öskjuhlíð verlegt, und eine Dampflok zog die Wagen mit den Steinen.
Hallgrímskirche
Die Hallgrímskirkja (isl. Kirche Hallgrímurs) in Reykjavík ist mit 74,5 m das höchste Gebäude Islands. Sie ist nach Hallgrímur Pétursson, einem bekannten isländischen Dichter benannt. Die Planungsarbeiten für die Kirche begann im Jahr 1937, der Bau 1945. Fertiggestellt wurde das Bauwerk erst im Jahr 1986. Der Turm ist 74,5 m hoch und kann mit Hilfe eines Lifts erreicht werden. Im Inneren wurden viele gotische Merkmale aufgegriffen. Vor der Kirche befindet sich eine Statue von Leifur Eriksson. Beeindruckend ist der 15 m hohe Prospekt der Hauptorgel, erbaut von der Bonner Orgelbaufirma Klais. Zwei Spieltische ermöglichen die vielfältige Nutzung, solistisch oder im Zusammenspiel mit Chor oder Orchester.
Perlan
Die Perlan (Perle) ist ein Warmwasserspeicher in Reykjavík. Er wurde von Ingimundur Sveinsson entworfen und 1991 eröffnet. Von hier aus wird die Stadt mit Warmwasser versorgt, auch die im Winter beheizten Gehwege und Strassen. Die Perlan befindet sich am Hügel Öskjuhlíð südlich des Stadtzentrums beim Flughafen Reykjavík. An der Stelle befanden sich schon mehrere Jahrzehnte lang Warmwasserspeicher. Nach Plänen, die bis in das Jahr 1930 zurückreichen (ursprünglich von Johannes Kjarval entwickelt), wurden die sechs Aluminiumtanks mit einer Glaskuppel überdacht. Lampen erzeugen die Illusion eines Sternenhimmels, Spiegel reflektieren den Himmel und auch Polarlichter in das Innere des Gebäudes. Vor dem Gebäude wurde ein künstlicher Geysir errichtet, der alle paar Minuten ausbricht. Einer der Tanks wurde trocken gelegt und beherbergt ein Saga-Museum. Am Dach der Tanks befindet sich eine Aussichtsplattform, die einen Blick über Reykjavík und weit in das Land hinein erlaubt. Im obersten Stockwerk befindet sich ein Drehrestaurant, so dass man beim Essen ebenfalls den Rundblick genießen kann. Die Errichtung des Gebäudes ist politisch dem damaligen Bürgermeister von Reykjavík zu verdanken, Davíð Oddsson, dem späteren Premierminister Islands.
Rathaus
Das Rathaus von Reykjavík steht am Nordufer des Stadtteiches. Das moderne Gebäude wurde von den Architekten Margrét Harðardóttir und Steve Christer entworfen. Im Erdgeschoss (bis 22.00h geöffnet) finden ständig wechselnde kulturelle Ausstellungen statt. Dort befindet sich ebenfalls ein grosses Relief des Landes. Wasserkanäle speisen einen kleinen Wasserfall, der die moosbewachsene Eingangsfassade hinunter fliesst und so moderne Architektur mit der natürlichen Umgebung harmonisch vereinigt.
Stadtzentrum
Das neue Stadtzentrum befindet sich östlich des Stadtringes Miklabraut. Neben dem grossen Einkaufszentrum Kringlan sind hier in den letzten Jahren zahlreiche grosse Neubauten aus dem Boden geschossen; das Haus des Handels mit dem Sitz der isländischen Handelskammer, das Funkhaus des Staatlichen Rundfunks, die Handelsschule sowie das Stadttheater. Selbstverständlich empfiehlt es sich auch, am Laugavegur zu flanieren und die zahlreichen Geschäfte zu besuchen.










