Skagafjörður

Blönduós
Schon vor dem Jahr 1000 war die Gegend von Blönduós besiedelt. 1876 erhielt der Ort die Handels und Hafenrechte. Bis 1914 war der Ort Teil der Landgemeinde Torfalækjarhreppur und wurde dann eine eigene Landgemeinde (isl. Blönduóshreppur). 1988 wurde Blönduós mit dem Status “kaupstaður” kreisfrei (isl. Blönduoskaupstaður). Im Juni 2002 wurde die Landgemeinde Engihlíðarhreppur mit Blönduós vereinigt. Das Kunsthandwerksmuseum (Heimilisiðnaðarsafn’) zeigt auch die traditionelle Wollverarbeitung. Teile des Museums bestehen aus dem Nachlass der isländischen Frauenrechtlerin Halldóra Bjarandóttir. Die neue Pfarrkirche (1982–1993) wird für ihre Akustik gerühmt und dementsprechend auch für Konzertaufführungen genutzt. Das Altarbild stammt von Jóhannes Sveinsson Kjarval. In der Nähe von Blönduós befindet sich das nördliche Ende der Kjölur, einer der Pisten ins Isländische Hochland. Der Weg führt zunächst am Stausee Blöndulón vorbei. Südöstlich des Ortes liegt das bekannte Vatnsdalur mit seinen reizvollen Erdhügeln.

Glaumbær
Der Museumshof Glaumbær liegt im Norden Islands. Die ältesten Gebäudeteile des Torfhofes stammen aus dem 19. Jahrhundert. Mit seinen 6 weissen Giebeln und 13 Räumen handelt es sich um einen recht grossen Hof. Einige der Räume, wie z.B. Werkstätten, sind nur von aussen zu erreichen. Die meisten anderen sind durch einen Gang untereinander verbunden. Alte Haushaltsgegenstände sind in den Räumen ausgestellt. Südlich des Ortes gibt es in Viðimyri eine der letzten Torfkirchen des Landes.

Hólar
Hólar mit heute 99 Einwohnern (2005) war jahrhundertelang (von 1106 bis 1801) als zweiter Bischofssitz neben Skálholt ein bedeutender Ort in Island. Heute gibt es hier eine Landwirtschaftsschule für Pferde- und Fischzucht.

Sauðárkrókur
Im Nordwesten Islands gelegen, erstreckt sich Sauðárkrókur nach Norden verjüngend am südlichen Ufer des Fjords Skagafjörður. Die Entfernung nach Reykjavík beträgt 319 Strassenkilometer. Sauðárkrókur wurde 1857 als Handelsplatz angelegt. Die erste dauerhafte Besiedlung setzte erst ab 1871 ein. Das Stadtrecht hat Sauðárkrókur seit 1947. 1998 erfolgte die Vereinigung mit zehn Landgemeinden zur Gemeinde Skagafjörður.
Sauðárkrókur ist das Dienstleistungszentrum der Region um den Skagafjörður. Die bedeutendsten Wirtschaftszweige der Stadt sind Fischfang, Handel und Industrie. Neben Betrieben zur Verarbeitung von Fisch und Krabben sowie einer Molkerei gibt es eine Vielzahl von Kleinbetrieben, darunter eine Steinwolle-Fabrik.
Die Gegend ist berühmt als das Mekka des Islandpferdes, da es nirgends in Island mehr Pferdezüchter und Pferde gibt als hier. Das Heimatmuseum Minjahús beherbergt u. a. die älteste Nähmaschine auf Island von 1857, sowie eine grosse Sammlung weiterer Haushaltsgegenstände, Musikinstrumente und Werkzeuge. In der Stadt befindet sich die Skulptur eines Islandpferdes des isländischen Künstlers Ragnar Kjartansson. Sehenswert sind einige alte Häuser und die Holzkirche von 1892.

Skagafjörður
Die Gemeinde Skagafjörður (isl. Sveitarfélagið Skagafjörður) liegt im Norden Islands in der Region Norðurland vestra und zählt 4027 Einwohner (2007). Die Gemeinde wurde am 6. Juni 1998 durch den Zusammenschluss der Stadt Sauðárkrókur mit zehn Landgemeinden gebildet. Die grössten Siedlungen sind Sauðárkrókur mit 2555 Einwohnern (2007), Hofsós mit 180 Einwohnern (2007), Varmahlíð mit 139 Einwohnern (2007) und Hólar mit 103 Einwohnern (2007). Diese Region Islands ist vor allem für die Zucht der Islandpferde bekannt. Diverse Pferdeshows stehen zur Auswahl.

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